Wenn Laborausstatter Wölfe aussperren...

  • Arbeitseinsatz Thermo Fisher Dreptefarm 05 c NABU BremenGespendeter Arbeitstag von Thermo Fisher Scientific auf der Dreptefarm
  • Streuobstwiese wolfssicher eingezäunt
  • Waldlehrpfad vorbereitet
  • Mitarbeiter trotzen dem Regen
  • Scheck über 650 Euro überreicht


(Bremen, den 24.10.17) Die Mitarbeiter der Firma „Thermo Fisher Scientific“ bauen im wirklichen Leben Gaschromatographen und ähnliche hochempfindliche Laborgeräte. Am Freitag waren über 50 von ihnen ganz rustikal mit Spaten, Vorschlaghammer und Erdbohrer im NABU-Schullandheim Dreptefarm in Wulsbüttel. Ihr Ziel: Die große Streuobstwiese wolfssicher einzäunen. Natürlich hatte Heimvorsitzender Sönke Hofmann noch ganz andere Arbeiten in der Hinterhand.
Einen ganzen Tag Arbeitszeit spendete die Firma dem gemeinnützigen Heim und trotz norddeutschen Schmuddelwetters hauten die Mitarbeiter mächtig ran. Zunächst stellten sie den Zaun der rund 2.500 Quadratmeter großen Apfelwiese frei und reparierten die Sturmschäden. Auch ein neues Tor bastelten die Helfer unter fachkundiger Anleitung des Tischlers Malte Eggers vom NABU. „Das ist erhöhte Luftfeuchtigkeit“, wischte Hofmann die Schauer beiseite und versuchte den Überblick über die Baustellen und Detailfragen zu behalten.
Bei der Installation der Elektrolitzen achtete Hofmann ganz besonders auf die Qualität der Arbeit. „Die sind entscheidend für die Wolfsabwehr“, so der gelernte Förster, „die obere sichert den Zaun gegen das Überklettern, die untere gegen Unterbuddeln.“ Werden die Isolatoren zu tief angeschraubt, leiten Gras und Kräuter den Strom in die Erde. „Die Wolfsnase wird dann nur gekitzelt, nicht gebritzelt.“
Neben dem Schutz der Schafherde aus alten, vom Aussterben bedrohten Rassen stand auch der eigentliche Auftrag des Schullandheimes, die Bildung, im Mittelpunkt. Die Mitarbeiter von Thermo Fisher schnitten zunächst einmal die Schneise für den künftigen Waldlehrpfad quer über das immerhin 65.000 Quadratmeter große Gelände der Dreptefarm frei. Für die späteren Info-Stationen und eine „Allee der Arten“ rammten die Feinmechaniker Pfosten in den Boden, buddelten Löcher und konstruierten Ständer für Informationstafeln.
Nach einer deftigen Suppe im trockenen Grillunterstand schafften es die Mitarbeiter von Thermo Fisher, den Heimvorsitzenden Hofmann zusätzlich zum großen Engagement trotz Regens ein weiteres Mal zu überraschen: Als „Nachtisch“ zur Gyrossuppe gab es für das Heim noch einen Scheck über 650 Euro, für die sich Sönke Hofmann stellvertretend für die über 1400 Kinder bedankte, die das Heim jährlich besuchen