Ziegen

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Unsere kleine Ziegenherde besteht aus Thüringer Waldziegen. Auch wenn es streng genommen keine regionale Rasse ist, überzeugt uns das schöne Äußere, die Robustheit und unkomplizierte Haltung. Im Herbst lassen wir unsere Ziegen regelmäßig decken. Damit haben wir zum Start der Saison ab etwa Ende März immer niedlichen Nachwuchs.

 


pict0033bWie notwendig die Erklärungen und Einführung in die Ansprüche der Tiere ist, zeigte sich, als eine Gruppe vom Nachbarheim unsere Ziegen mit Rhododendron-Blättern fütterte. Zwar ist der Rhododendron in unseren Breiten ohnehin  eine überflüssige Pflanze, sie ist aber auch noch giftig. Beide Ziegen überlebten die giftige Kost nur mit Hilfe des Tierarztes.
Die bleibenden Schäden dieser Aktion führten letztlich zum Tod der beiden nach z. T. monatelangem Siechtum.
Daher unser Appell: Unsere FÖJ-Kräfte gehen auch außerhalb der Fütterungsrunden mit Ihrer Gruppe zu den Tieren. Auch Futter suchen und von Hand geben ist kein Problem, NACH VORHERIGER ABSPRACHE!






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Die Thüringer Waldziege entstand vor über 100 Jahren als Kreuzung der Toggenburger Ziege mit der Thüringer Landziege. Es gibt sie mit Hörnern und ungehörnt. Sie gelten als als besonders robust und widerstandsfähig. Waldziegen wurden im rauen Klima des Thüringer Waldes bis 1000 Meter Höhe, bei hohen Regenmengen und harten Wintern als „Kuh des kleinen Mannes“ gehalten.










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Erwachsene Tiere erreichen ein „Stockmaß“ (Vorder-schulterhöhe) von 85 cm und wiegen zwischen 40 und 70 kg. Sie können bis zu 1 t Milch pro Jahr geben, mit durchschnittlich 3,5% Fettgehalt.




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1936 gab es noch fast 60.000 Thüringer Waldziegen, 2002 war der Herdbuchstand auf etwas über 500 Tiere zusammen- geschrumpft. Allerdings gibt es Liebhaberzüchter, die jedoch oft nicht im Herdbuch (Zuchtregister) auftauchen.